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Vermutlich hätte der Tod einer Patientin im Krankenhaus verhindert werden können (610/21)

Armutszeugnis: Im Krankenhaus fiel niemandem das unübersehbare klaffende Wundgeschwür am Gesäß eines Mannes auf

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Etwa einen Monat bevor die Voerderin verstarb, wurde sie stationär in einem Krankenhaus (Dinslaken) wegen Rückenschmerzen behandelt. Nach wenigen Tagen wurde sie wieder aus der Klinik entlassen, obwohl sich ein Zugang in ihrem Arm stark entzündet hatte. Zu Hause angekommen, konnte die Dame aufgrund von heftigen Schmerzen sich kaum bewegen, sodass die Familie ihr sogar beim Toilettengang behilflich sein musste. Am nächsten Tag machte sich der Sohn direkt auf zum Hausarzt. Dieser konnte allerdings nicht helfen, da im Entlassungsbrief des Krankenhauses nicht einmal eine Medikation für die Frau angegeben war. Somit machte sich der Sohn auf, dies im Krankenhaus zu erfragen. Eine Krankenschwester wimmelte ihn allerdings ab und verwies auf den Hausarzt.

Noch am selben Tag musste der Sohn einen Rettungswagen für seine Mutter rufen, da sie inzwischen sehr fiebrig und kaum ansprechbar war. Dem Notarzt, der im selben Krankenhaus tätig ist, wo die Frau zuvor behandelt wurde, fiel direkt die entzündete Einstichstelle am Arm auf. Er äußerte gegenüber der Familie, dass die Frau so nicht hätte entlassen werden dürfen und er deswegen eine Beschwerde schreiben wolle. Der Krankenwagen brachte die Frau zurück in das Dinslakener Krankenhaus, wo ihr Martyrium erst richtig beginnen sollte.

Nach kurzer Zeit kam es am Arm mit der entzündeten Stelle zu bläulichen Einfärbungen. Auch klagte die Frau aufgrund von Bauchschmerzen unter Appetitlosigkeit. Hierauf wies die Familie das Krankenhauspersonal mehrfach hin. Auch rief die Frau immer wieder verzweifelt bei ihren Kindern an, da sie unter sich gemacht hatte und nun in ihren Ausscheidungen lag. Zudem baute sie geistig immer weiter ab und ihr Gesamtzustand verschlechterte sich Zusehens, was der Familie große Sorge bereitete. Ärzte nahmen sich nur wenig Zeit, mit der Familie zu sprechen und auch die Pflegekräfte wirkten eher desinteressiert am Zustand der Frau.

Einige Tage später wurde die Frau mit Nierenversagen auf die Intensivstation verlegt und erhielt Dialyse. Kurze Zeit später ging es der Frau dann doch besser und sie wurde wieder auf die Normalstation zurückverlegt. Hier dauerte es nicht lange, bis sich ihr Gesundheitszustand erneut verschlechterte. Erneut machte die Familie darauf aufmerksam, dass die Ehefrau und Mutter unter massiven Bauchschmerzen litt. Doch wieder ging kein Mediziner diesem Hinweis nach. Während eines Besuchs bei ihrer Mutter spuckte diese auf einmal Blut. Die Tochter alarmierte umgehend einen Arzt, der dann eine Magenspiegelung vornahm mit dem Ergebnis, die Frau leide an einem Geschwür. Doch noch am selben Tag musste die Voerderin notoperiert werden, da sich herausstellte, dass durch ihren beschädigten Darm Kot in den Bauchraum gelangte. Schon in der darauffolgenden Nacht benachrichtigte das Krankenhaus die Familie, dass sie vorbeikommen sollten, denn die Frau liege im Sterben. Nur wenige Stunden später verstarb sie dann tatsächlich.

Zurück bleiben die trauernden Angehörigen. Sie stellen sich natürlich die Frage, ob der Tod ihrer Ehefrau und Mutter nicht hätte verhindert werden können? Schließlich kam sie ja ursprünglich ins Krankenhaus, um ihre Rückenschmerzen behandeln zu lassen. Sie fragen sich, warum das Krankenhaus sie mit der Entzündung im Arm nach Hause schickte und warum niemand auf die Bauchbeschwerden der Frau einging bzw. erst gehandelt wurde, als es quasi schon zu spät war? Und warum so viel allgemeine Empathielosigkeit dort im Krankenhaus herrschte und niemand die Frau und ihre Belange ernst nahm?

 

 

 

 

 

 


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