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Schwerer Geburtsschaden wird erst rund 20 Jahre später entdeckt – Mädchen wird lebenslang unter den Folgen leiden (901/21)

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Es war schon spät in der Nacht an einem Sommerabend in dem Oberhausener Krankenhaus, als die damals 26-jährige Frau zur Spontangeburt ihrer Tochter im Kreißsaal aufgenommen wurde. Es dauerte etwa vier Stunden, bis das kleine Mädchen die Welt erblickte. Während des Geburtsvorgangs wurde die Mutter von einer Hebamme betreut. Obwohl sich die Nabelschnur des kleinen Mädchens zweimal um ihren Hals gewickelt hatte, holte die Hebamme keinen Arzt oder Ärztin zur Hilfe. Sie „managte“ die Situation alleine. Erst nachdem das neugeborene Kind entbunden war, kam ein Arzt hinzu und nahm die üblichen Untersuchungen vor. Wie auch später im Mutterpass dokumentiert, ergaben die Untersuchungswerte die bestmöglichen Ergebnisse. Dies bedeutete auch, dass die Vitalwerte als unauffällig befunden wurden. Somit machte sich die Oberhausenerin keine weiteren Gedanken um die Nabelschnurproblematik.

Bereits in den ersten Monaten und Lebensjahren zeigten sich Entwicklungsdefizite bei dem Mädchen. Erst mit etwa einem Jahr begann die Kleine an zu krabbeln. Immer wieder erkrankte sie an zum Teil schweren Infekten, litt unter Asthma, musste viele verschiedene Ärzte aufsuchen und sich einigen Operationen unterziehen. Nach der Einschulung bekam das Mädchen immer mehr Probleme. Trotz spezieller Fördermaßnahmen kam sie im Unterricht einfach nicht mit. Zudem wurde sie von ihren Mitschülern gemobbt und auch angegriffen. Schnell wurde sie in die Außenseiterrolle gedrängt und litt auch psychisch zunehmend.
Die Mutter suchte überall Hilfe für ihr Kind und nahm sämtliche Angebote hierfür in Anspruch. Die Familie erhielt Unterstützung vom Jugendamt und auch psychologisch wurde ihre Tochter betreut – zum Teil auch in stationären Einrichtungen.

Inzwischen war aus dem Mädchen eine junge Frau geworden, die versuchte, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Der Spagat zwischen dem Erwachsen werden, eine berufliche Perspektive zu entwickeln und den persönlichen Defiziten sowie psychischen Problemen, entpuppte sich als zu große Herausforderung für die inzwischen Volljährige. Daher entschied sich ihre Mutter, eine gesetzliche Betreuung sei für ihr Kind die beste Alternative. Im Zuge dieses Prozesses stellte sich dann durch ein Gutachten raus, dass die Ursache aller Problematiken vermutlich durch die fehlende Sauerstoffversorgung während der Geburt zurückzuführen sei. Dem Mädchen wurde nun auch ein Behinderungsgrad von 70% zugesprochen.

Natürlich fragt sich die Familie jetzt, wieso sich die Hebamme damals keine ärztliche Hilfe geholt hat, als sie bemerkte, dass die Nabelschnur um den Hals des Babys gewickelt war. Auch stellen sie sich die Frage, warum die ärztliche Nachbehandlung nicht entsprechend geleistet wurde und wie es sein kann, dass der behandelnde Arzt nach seiner Untersuchung dazu kam, das Kind als „kerngesund“ zu bewerten. Wäre der Mutter dieses Geburtstrauma bewusst gewesen, hätte sie nicht jahrelang mithilfe verschiedenster Einrichtungen und Institutionen im „Dunkeln getappt“, viele Therapieansätze ausprobieren müssen, sondern direkt eine gezielte Behandlung für ihr Kind in Anspruch nehmen können.

 


 

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