Bildzeitung vom 04.07.2011 - Versicherung zahlt freiwillig Schmerzensgeld für Ärztefehler!

Schlaganfall nicht erkannt. 

600.000 Euro für ein Leben im Rollstuhl                                                                              

„Ich würde gerne auf das Geld verzichten, wenn ich nur gesund wäre!“ (Schlaganfall-Opfer Karin B.)

Gronau - Diese Frau sitzt im Rollstuhl, weil Ärzte am Antonius -Hospital in Gronau Fehler machten und einen Schlaganfall zu spät erkannten…

Jetzt muss Karin B. (63) mit den Folgen leben. Aber ihr Mann Johannes (66) kümmert sich liebevoll um seine behinderte Frau, hebt sie in den Rollstuhl, legt dann zärtlich seine Hand auf ihre Schulter, und drückt Karin fest an sich. Er ist 24 Stunden nur für seine Frau da.

Der bittere Einschnitt für das Paar passierte im August 2008. Karin B. kommt mit über 200 Blutdruck ins Krankenhaus. Alles spricht für einen Schlaganfall. Doch auf dem CT (Computertomograph) ist nichts zu erkennen.

Johannes B.: „Gegen Abend die ersten Ausfälle. Die Sprache meiner Frau war verwaschen, es gab Lähmungserscheinungen. Die Ärzte haben aber nicht unternommen. Erst morgens um 7:30 Uhr wurde sie zum Glück nach Münster verlegt.“

Die Schockdiagnose: Die linke Hirnhälfte der Frau ist tot! Es folgen Operationen, Koma, Läh­mungen der rechten Körperhälfte, Reha.

In seiner Wut nahm sich Johannes B. Patientenanwalt Stefan Hermann (45, Marl) zur Hilfe. Der kon­taktierte die Klinikversicherung. Und die zahlte. Der Anwalt: „Gutachten und Klinikärzte haben die Fehler bestätigt. Ohne einen Prozess konnten wir die Rekordsumme von 610.000 Euro aus­handeln. Das ist ein überragendes Ergebnis.“

Karin B. ist trotz ihrer Behinderung sehr tapfer, sagt: „ Es geht weiter. Wir kämpfen. Aber ohne mei­nen Johannes würde ich das nicht schaffen.“

Kliniksprecher Ralf Flege: “Diese Fehler bedauern wir zutiefst. Die zeitnahe Schadensregulierung liegt im Interesse der Patientin. Wir haben Maßnahmen ergriffen, die eine Wiederholung dieses Falles ausschließen sollen.“

Sonntagsblatt vom 18.06.2011 - Klinik zahlt 610.000 Euro nach Schlaganfall

Behandlung kam zu spät. Marler Arzthaftungsexperte Stefan Hermann verhandelt erfolgreich

 Gronau/ Marl. Vor zwei Jahren, im Sommer 2008, war Karin Büscher mit Ihren 61 Jahren „top fit und immer auf Achse“, wie ihr Ehemann sagt. Doch dann erlitt sie einen Schlaganfall, der ihr Leben verändern sollte. Trotz eindeutiger Symptome wurde sie in einem Gronauer Krankenhaus erst nach 11 Stunden behandelt. Zu spät! Karin Büscher ist heute halbseitig gelähmt und hat Pflegestufe 2. „Meine Frau hatte dabei noch Glück, dass Ihr Sprachzentrum nicht beschädigt wurde und mit mir reden kann“, sagt ihr Ehemann, der sich den ganzen Tag liebevoll um sie kümmert. Nachdem der erste Schock verarbeitet und das Leben auf die neue Situation angepasst worden war, wandte sich Karin Büscher im Januar 2011 an den Marler Arzthaftungsexperten Stefan Hermann (45). Dieser konnte gemeinsam mit seiner Kollegin Sabrina Diehl ohne gerichtliches Verfahren  nach nur vier Monaten eine Abfindung in Höhe von 610.000 Euro aushandeln. „Das ist ein sensationelles Ergebnis, mit dem ich nie gerechnet hätte“, sagt Karin Büscher. Das Marler Experten-Duo Hermann und Diehl macht bereits seit Jahren bundesweit Schlagzeilen mit Ihren Erfolgen, zuletzt Anfang des Jahres, als Sie das Rekordschmerzensgeld von 600.000 Euro für einen behinderten Jungen oder einen Haushaltsführungsschaden in Höhe von 1.720 Euro monatlich für eine Hausfrau durchsetzten, die einen Unterarm und einen Fuß verloren hatte (das Sonntagsblatt berichtete). „Da es mir trotz der halbseitigen Lähmung noch entsprechend gut geht, werden wir jetzt erst einmal eine Kreuzfahrt machen und dann sehen wir weiter“, sagt Karin Büscher, die zunächst erhebliche Kosten für den behindertengerechten Umbau ihres Hauses aufgebracht hat. Aufgeben kommt für die mittlerweile 64jährige und ihrem Ehemann nicht in Betracht, den man wisse ja nie, was das Leben noch mit sich bringe.

 

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